Montag, 31. Dezember 2012
Letzte News aus einem fantastischen Jahr 2012!
Am Montag, 31. Dez 2012 im Topic 'Dezember 2012'
Ich hoffe Ihr hattet alle ein schönes und erholsames Weihnachtsfest und habt schon den Schlitten für den Rutsch ins nächste Jahr aus dem Keller geholt und entrostet!
Hier in Lake Louise ist so einiges passiert im Dezember. Kurz nach meinem letzten Blogeintrag sind wir abends zur sogenannten "Dancenight" in eine der Hotelbars aufgebrochen und Herr Heinemann, durch und durch vertraut mit dem deutschen Gesetzbuch, lässt sich inmitten der Metropolregion von Lake Louise mit einer Bierdose in der Hand vom einzigen Polizeiauto im Umkreis von 50Km stoppen...SKANDAL! Da der Polizist wohl leider einen schlechten Tag hatte, gabs dann auch gleich anstatt einer Verwarnung die volle Dröhnung, was bedeutet: "In the name of her majesty the queen you are therefore commanded to appear before a justice at Provincial Court, Suite 101, 800 Railway Avenue, Canmore"! Naja, ich mochte die Queen noch nie besonders und jetzt weiß ich auch warum ;) Weil die kanadischen Gesetzeshüter jedoch so unglaublich freundlich sind, kann man sich durch eine freiwillige Zahlung von - nein, das ist kein Scherz - 115CAD (ca. 80€) freikaufen. Da mich alleine die Fahrt nach Canmore, wo das nächste Gericht ist, schon alleine 70Dollar oder so kostet, werde ich wohl der raffgierigen Polizei das Geld in den Rachen werden und dann hoffentlich keinen weiteren Kontakt mehr mit diesen intoleranten Herren haben. Die Umstellung vom deutschen Gesetz zum kanadischen Gesetz scheint die Ordnungshüter nicht zu interessieren und bla bla bla...Ich hätte es ja verstanden, wenn wir betrunken oder laut oder was auch immer gewesen wären, aber wir sind nur ganz leise vor uns hingeschlichen. Naja, letztendlich muss ich es ja eh bezahlen und ob das jetzt angemessen war oder nicht, ist dann auch egal. War auf jeden Fall ein teures Bier!!! :)
Als ob das nicht genug für einen Abend gewesen wäre, war dann am Ende auch noch meine nigelnagelneue Jacke inkl. Schal, Handschuhen, Ausweis und 60Dollar verschwunden! Nach hartnäckigem Nachfragen und Suchen während der nächsten Tage, stellte sich dann heraus, dass wahrscheinlich irgendein besoffener Hampelmann die Jacke ausversehen mitgenommen hat und ein paar Tage später wieder zurückgebracht hat. Mein Ausweis und das Geld war sogar noch in der Jacke, allerdings waren mein Schal und meine Handschuhe weg. Zum Glück jedoch nur die dünnen Innenhandschuhe, die ich mittlerweile für wenig Geld ersetzen konnte. Einen neuen Schal habe ich dann zu Weihnachten von meiner Mitbewohnerin bekommen :) Ich bin jetzt also wieder komplett ausgestattet! Ab jetzt wird zu abendlichen Veranstaltungen nur noch meine alte, stinkende und kaputte rote Jacke mitgenommen! Falls die jemand klaut, dann scheint er sie wenigstens nötiger zu haben, als ich!
Ein paar Tage später war dann die Mitarbeiter-Weihnachtsfeier vom Post-Hotel aus und ich hatte das Glück am nächsten Morgen um 7Uhr arbeiten zu müssen (allerdings immer noch besser, als während der Weihnachtsfeier). Die ganzen Anekdoten lasse ich hier am besten mal einfach unerwähnt und gebe nur eine schnelle Zusammenfassung des Abends/der Nacht. Es gab ein Drei-Gänge-Menü, zubereitet von unserer preisgekrönten Dinner-Küche, die zu den Besten in Amerika gehört. Dazu gab es einen niemals erschöpften Vorrat von Weinen, aus unserem ebenfalls preisgekrönten Weinkeller. Da ich ja bekannterweise keinerlei Ahnung von Wein habe, kann ich nicht sagen, was wir getrunken haben, allerdings war es sehr lecker! Gleiches gilt für das Essen (von dem ich bekannterweise ja auch keine Ahnung habe!)! Selbst mich, der sich normalerweise nicht viel aus Essen macht, hat das Abendessen wirklich überzeugt. Das war nicht von dieser Welt und einfach nur perfekt!!! Das sieht man schon alleine daran, dass ich abgesehen von ein paar wenigen Sachen einfach alles probiert habe. Von Kaviar über Krabbe und Sushi bis zu rotem Thunfisch war wirklich alles dabei! Nach dem Abendessen ging es dann noch in den hoteleigenen Pub für ein paar Stunden und für die meisten Leute danach noch zu irgendwelchen Hausparties. Im war im Endeffekt um halb 5 im Bett und habe dann natürlich auch promt verschlafen, aber das war im Endeffekt keine große Sache und ist nach der Weihnachtsfeier glücklicherweise schnell verziehen :)
Am 24ten hatte ich zum Glück die Morgenschicht und somit den Heiligen Abend frei und wir haben mit ein paar Leuten Käsespätzle gemacht und einen netten Abend verbracht! An Silvester werde ich auch wieder am Nachmittag fertig sein mit Arbeiten, bisher gibt es da aber noch keine größeren Pläne. Feuerwerk und all der Quatsch ist hier ja eh verboten, weil es ein Nationalpark ist.
Nachdem Weihnachten und Silvester nochmal für eine hohe Belegung im Hotel sorgen, wird es dann im Januar wohl erstmal wieder richtig ruhig werden. Da ist es dann erstmal vorbei mit dem üppigen Trinkgeld! Dafür starten wir Anfang Januar mit unserem hoteleigenen Skibus-Shuttle, das wird bestimmt eine interessante Sache. Das Hotel hat extra einen neuen Bus gekauft und wir werden dann die Gäste zum Skigebiet und zurück kutschieren. Ich bin mir zwar nicht zu 100% sicher, ob mein EU-Führschein in Kanada ausreichend ist, um 11 Personen zu transportieren, aber da der kanadische Führerschein (in den ich meinen deutschen umtauschen könnte) für Autos/Busse mit bis zu 15 Plätzen gilt, wird das schon kein Problem sein. Weiß ja keiner hier, dass es in Deutschland nur bis zu 8 Mitfahrer sein dürfen...oder so ;) Klappt schon!
Vor ein paar Tagen waren wir noch bei bestem Wetter Wandern in den Bergen über dem Lake Louise auf den Trails, die ich bereits im Sommer mit Becci erkundet habe. Diesmal allerdings etwas schneller :p Das war echt ne tolle Sache und sah vor allem völlig anders aus, als im Sommer. Schade nur, dass das auf dem Berg ansässige Tea-house im Winter geschlossen hat!
Sonst gibts keine neuen News mehr von hier. Gestern hat mich Paula in einem 5-stündigen Skype-Marathon endlich mal auf den neuen Stand gebracht, was in Göttingen so alles passiert und auch eine kurze Video-Live-Schaltung in Julian Koellers neue Wohnung in der Innenstadt wurde spontan eingerichtet. Die Technik von heute machts möglich!
Ich genieße jetzt noch das schöne Wetter hier und lade noch ein paar Bilder hoch! Macht es gut und kommt gut ins neue Jahr rüber!
Jonas
Hier in Lake Louise ist so einiges passiert im Dezember. Kurz nach meinem letzten Blogeintrag sind wir abends zur sogenannten "Dancenight" in eine der Hotelbars aufgebrochen und Herr Heinemann, durch und durch vertraut mit dem deutschen Gesetzbuch, lässt sich inmitten der Metropolregion von Lake Louise mit einer Bierdose in der Hand vom einzigen Polizeiauto im Umkreis von 50Km stoppen...SKANDAL! Da der Polizist wohl leider einen schlechten Tag hatte, gabs dann auch gleich anstatt einer Verwarnung die volle Dröhnung, was bedeutet: "In the name of her majesty the queen you are therefore commanded to appear before a justice at Provincial Court, Suite 101, 800 Railway Avenue, Canmore"! Naja, ich mochte die Queen noch nie besonders und jetzt weiß ich auch warum ;) Weil die kanadischen Gesetzeshüter jedoch so unglaublich freundlich sind, kann man sich durch eine freiwillige Zahlung von - nein, das ist kein Scherz - 115CAD (ca. 80€) freikaufen. Da mich alleine die Fahrt nach Canmore, wo das nächste Gericht ist, schon alleine 70Dollar oder so kostet, werde ich wohl der raffgierigen Polizei das Geld in den Rachen werden und dann hoffentlich keinen weiteren Kontakt mehr mit diesen intoleranten Herren haben. Die Umstellung vom deutschen Gesetz zum kanadischen Gesetz scheint die Ordnungshüter nicht zu interessieren und bla bla bla...Ich hätte es ja verstanden, wenn wir betrunken oder laut oder was auch immer gewesen wären, aber wir sind nur ganz leise vor uns hingeschlichen. Naja, letztendlich muss ich es ja eh bezahlen und ob das jetzt angemessen war oder nicht, ist dann auch egal. War auf jeden Fall ein teures Bier!!! :)
Als ob das nicht genug für einen Abend gewesen wäre, war dann am Ende auch noch meine nigelnagelneue Jacke inkl. Schal, Handschuhen, Ausweis und 60Dollar verschwunden! Nach hartnäckigem Nachfragen und Suchen während der nächsten Tage, stellte sich dann heraus, dass wahrscheinlich irgendein besoffener Hampelmann die Jacke ausversehen mitgenommen hat und ein paar Tage später wieder zurückgebracht hat. Mein Ausweis und das Geld war sogar noch in der Jacke, allerdings waren mein Schal und meine Handschuhe weg. Zum Glück jedoch nur die dünnen Innenhandschuhe, die ich mittlerweile für wenig Geld ersetzen konnte. Einen neuen Schal habe ich dann zu Weihnachten von meiner Mitbewohnerin bekommen :) Ich bin jetzt also wieder komplett ausgestattet! Ab jetzt wird zu abendlichen Veranstaltungen nur noch meine alte, stinkende und kaputte rote Jacke mitgenommen! Falls die jemand klaut, dann scheint er sie wenigstens nötiger zu haben, als ich!
Ein paar Tage später war dann die Mitarbeiter-Weihnachtsfeier vom Post-Hotel aus und ich hatte das Glück am nächsten Morgen um 7Uhr arbeiten zu müssen (allerdings immer noch besser, als während der Weihnachtsfeier). Die ganzen Anekdoten lasse ich hier am besten mal einfach unerwähnt und gebe nur eine schnelle Zusammenfassung des Abends/der Nacht. Es gab ein Drei-Gänge-Menü, zubereitet von unserer preisgekrönten Dinner-Küche, die zu den Besten in Amerika gehört. Dazu gab es einen niemals erschöpften Vorrat von Weinen, aus unserem ebenfalls preisgekrönten Weinkeller. Da ich ja bekannterweise keinerlei Ahnung von Wein habe, kann ich nicht sagen, was wir getrunken haben, allerdings war es sehr lecker! Gleiches gilt für das Essen (von dem ich bekannterweise ja auch keine Ahnung habe!)! Selbst mich, der sich normalerweise nicht viel aus Essen macht, hat das Abendessen wirklich überzeugt. Das war nicht von dieser Welt und einfach nur perfekt!!! Das sieht man schon alleine daran, dass ich abgesehen von ein paar wenigen Sachen einfach alles probiert habe. Von Kaviar über Krabbe und Sushi bis zu rotem Thunfisch war wirklich alles dabei! Nach dem Abendessen ging es dann noch in den hoteleigenen Pub für ein paar Stunden und für die meisten Leute danach noch zu irgendwelchen Hausparties. Im war im Endeffekt um halb 5 im Bett und habe dann natürlich auch promt verschlafen, aber das war im Endeffekt keine große Sache und ist nach der Weihnachtsfeier glücklicherweise schnell verziehen :)
Am 24ten hatte ich zum Glück die Morgenschicht und somit den Heiligen Abend frei und wir haben mit ein paar Leuten Käsespätzle gemacht und einen netten Abend verbracht! An Silvester werde ich auch wieder am Nachmittag fertig sein mit Arbeiten, bisher gibt es da aber noch keine größeren Pläne. Feuerwerk und all der Quatsch ist hier ja eh verboten, weil es ein Nationalpark ist.
Nachdem Weihnachten und Silvester nochmal für eine hohe Belegung im Hotel sorgen, wird es dann im Januar wohl erstmal wieder richtig ruhig werden. Da ist es dann erstmal vorbei mit dem üppigen Trinkgeld! Dafür starten wir Anfang Januar mit unserem hoteleigenen Skibus-Shuttle, das wird bestimmt eine interessante Sache. Das Hotel hat extra einen neuen Bus gekauft und wir werden dann die Gäste zum Skigebiet und zurück kutschieren. Ich bin mir zwar nicht zu 100% sicher, ob mein EU-Führschein in Kanada ausreichend ist, um 11 Personen zu transportieren, aber da der kanadische Führerschein (in den ich meinen deutschen umtauschen könnte) für Autos/Busse mit bis zu 15 Plätzen gilt, wird das schon kein Problem sein. Weiß ja keiner hier, dass es in Deutschland nur bis zu 8 Mitfahrer sein dürfen...oder so ;) Klappt schon!
Vor ein paar Tagen waren wir noch bei bestem Wetter Wandern in den Bergen über dem Lake Louise auf den Trails, die ich bereits im Sommer mit Becci erkundet habe. Diesmal allerdings etwas schneller :p Das war echt ne tolle Sache und sah vor allem völlig anders aus, als im Sommer. Schade nur, dass das auf dem Berg ansässige Tea-house im Winter geschlossen hat!
Sonst gibts keine neuen News mehr von hier. Gestern hat mich Paula in einem 5-stündigen Skype-Marathon endlich mal auf den neuen Stand gebracht, was in Göttingen so alles passiert und auch eine kurze Video-Live-Schaltung in Julian Koellers neue Wohnung in der Innenstadt wurde spontan eingerichtet. Die Technik von heute machts möglich!
Ich genieße jetzt noch das schöne Wetter hier und lade noch ein paar Bilder hoch! Macht es gut und kommt gut ins neue Jahr rüber!
Jonas
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Sonntag, 9. Dezember 2012
Schnee, Schnee, soweit das Auge reicht!
Am Sonntag, 9. Dez 2012 im Topic 'Dezember 2012'
Aaaalso, mal wieder ganz frische News aus dem höchstgelegenen Dorf Kanadas, wie ich vor ein paar Tagen erfahren habe. Es hört hier gar nicht mehr auf zu schneien und die Verhältnisse im Skigebiet – immerhin das zweitgrößte Kanadas - werden immer traumhafter. Es gibt hier zwar nicht so viele gewalzte Pisten, aber dafür unendlich viele Skirouten über krasses Gelände. Weiterhin ist man auch während der Woche fast nur alleine unterwegs, weil die meisten Skifahrer nur übers Wochenende aus Calgary anreisen. Wohnen kann man – abgesehen vom Hotel - in Lake Louise nämlich nur, wenn man hier auch arbeitet und insofern kennt man fast alle Leute und unter der Woche teilen sich die Locals das riesige Skigebiet. Im Grunde also auch kein Problem, dass ich am Wochenende immer arbeiten muss, weil da die Hölle los ist im Hotel. Was gleichzeitig auch bedeutet, dass wir eine Menge Trinkgeld bekommen und ich mehr Trinkgeld bekomme, als ich überhaupt hier für das normale Leben brauche und der Paycheck kommt dann quasi noch als Bonus obendrauf :)
Die Unterkunft für die Mitarbeiter/innen vom Post Hotel bestehen jeweils aus zwei Doppelhaushälften, in denen man jeweils zu viert in einer Wohngemeinschaft wohnt. Ich habe es ziemlich gut getroffen und wohne mit einem Australier, einem Kanadier und einer Deutschen zusammen. In der anderen Haushälfte sind noch eine Schweizerin, eine Australierin (mit übertriebenem tasmanischen Akzent!) und noch zwei Leute untergebracht, deren Nationalität mir noch ziemlich unbekannt ist^^ Insgesamt ist das hier echt ein guter Mix von Leuten aus aller Welt, wobei die Schweizer die Mehrheit bilden. Das liegt wohl daran, dass die beiden Eigentümer des Hotel ebenfalls Schweizer sind, allerdings schon über 30 Jahre in Kanada leben. Natürlich habe ich mit meinem verdammten Glück beim Secret Santa oder Weihnachtswichteln im Hotel auch gleich mal von allen 130 Leuten einen der Beiden erwischt. Schwerer kann man es eigentlich geschenkemäßig gar nicht treffen. Was schenkt man einem Millionär, der alles hat, was er jemals haben wollte?! Falls jemand Ideen hat, bitte unverzüglich melden :) Ich werde mich die nächsten Tage dann mal wieder ins 50Km entfernte Banff aufmachen und ein bisschen einkaufen und mich bei -20° mit Blick auf die schneebedeckten Rockies in den natürlichen heißen Quellen räkeln!
Nächste Woche geht es dann noch zum kostenlosen Hundeschlittenfahren, da gibt’s dann nochmal einen ausführlichen Bericht zu. Da Bellman und Front Desk-Mitarbeiter sogenannte „front-of-the-hotel“-Jobs sind, gibt es öfter mal Aktivitäten umsonst, damit man weiß, wozu man den Gästen rät und allerlei Tipps geben kann und überhaupt weil Werbung für die Veranstalter hier einfach wichtig ist. Leider wurde das Ganze nicht als Gruppenveranstaltung organisiert und daher bin ich mit den Leuten aus unserer besseren Haushälfte noch am planen, wie wir das hinbekommen, dass wir alle zur gleichen Zeit frei bekommen…Wird schon hinhauen irgendwie. Wenn hier in LL irgendwo eine Hausparty stattfindet, haben am nächsten Tag auch immer alle komischerweise frei ;)
Gestern Nacht hätte noch fast ein Mitarbeiter das gesamte Hotel abgefackelt! Wir haben in allen Gästezimmern und den Speisesäälen, Lounges etc. Feuerstellen die mit echtem Holz angefeuert werden. Nach dem säubern der Feuerstellen hat allerdings einer der Hausmänner die heiße Kohle in einem Metalleimer in einem Plastikbehälter, gefüllt mit Streichhölzern, Zeitungspapier und Anzündholz, abgestellt. Und als ob das noch nicht genug war, hat er die ganze Schose auch noch in den Holzraum gefahren, in dem Tonnen von knochentrockenem Holz aufbewahrt werden. Als wir morgens um 6 ins Hotel gekommen sind, hat das alles schön vor sich hingekokelt, sehr nett gerochen und der ganze Keller war gefüllt mit Rauch. Zum Glück ist aber nur das Plastik geschmolzen und der ganze Holzvorrat ist unversehrt geblieben. Ansonsten hätten wir mit 10 Leuten 200 schlafende Leute aus dem Hotel evakuieren können, das wäre sicherlich das Highlight der Woche gewesen!
Als letztes Kapitel des Romans vielleicht noch kurz eine Erklärung zum Bellman. Wir sind im Grunde diejenigen, die die Gäste begrüßen und verabschieden, uns um die Check-Ins/Check-Outs + Gepäck kümmern, die Autos parken, Room Services machen und nebenher quasi noch als Hausmeister fungieren und alles machen, was nicht speziell in irgendein Mitarbeiter-Aufgabenfeld fällt. Des Weiteren schließen wir alle Türen in der Nacht, öffnen alle Türen am Morgen und machen echt eine Menge verschiedener Dinge. Auch wenn der Job ziemlich häufig verdammt stressig ist, macht er wirklich viel Spaß und man hat viel Kontakt mit den Gästen, was auch zu 97% sehr nett und angenehm ist und bei den anderen 3% einfach ein bisschen wortkarger ausfällt ;) Nebenher muss ich nochmal ein Hoch auf den Erfinder der Fernbedienung zum Öffnen von Autos loswerden! Das macht die Suche auf einem Parkplatz mit 100 schneebedeckten Autos deutlich einfacher!!! Selbst wenn da insgesamt 10 Porsche Cayennes stehen ;)
Ansonsten bleibt nicht viel zu sagen, außer: AM 17TEN IST WEIHNACHTSFEIER!
Lasst es euch gutgehen! :)
Die Unterkunft für die Mitarbeiter/innen vom Post Hotel bestehen jeweils aus zwei Doppelhaushälften, in denen man jeweils zu viert in einer Wohngemeinschaft wohnt. Ich habe es ziemlich gut getroffen und wohne mit einem Australier, einem Kanadier und einer Deutschen zusammen. In der anderen Haushälfte sind noch eine Schweizerin, eine Australierin (mit übertriebenem tasmanischen Akzent!) und noch zwei Leute untergebracht, deren Nationalität mir noch ziemlich unbekannt ist^^ Insgesamt ist das hier echt ein guter Mix von Leuten aus aller Welt, wobei die Schweizer die Mehrheit bilden. Das liegt wohl daran, dass die beiden Eigentümer des Hotel ebenfalls Schweizer sind, allerdings schon über 30 Jahre in Kanada leben. Natürlich habe ich mit meinem verdammten Glück beim Secret Santa oder Weihnachtswichteln im Hotel auch gleich mal von allen 130 Leuten einen der Beiden erwischt. Schwerer kann man es eigentlich geschenkemäßig gar nicht treffen. Was schenkt man einem Millionär, der alles hat, was er jemals haben wollte?! Falls jemand Ideen hat, bitte unverzüglich melden :) Ich werde mich die nächsten Tage dann mal wieder ins 50Km entfernte Banff aufmachen und ein bisschen einkaufen und mich bei -20° mit Blick auf die schneebedeckten Rockies in den natürlichen heißen Quellen räkeln!
Nächste Woche geht es dann noch zum kostenlosen Hundeschlittenfahren, da gibt’s dann nochmal einen ausführlichen Bericht zu. Da Bellman und Front Desk-Mitarbeiter sogenannte „front-of-the-hotel“-Jobs sind, gibt es öfter mal Aktivitäten umsonst, damit man weiß, wozu man den Gästen rät und allerlei Tipps geben kann und überhaupt weil Werbung für die Veranstalter hier einfach wichtig ist. Leider wurde das Ganze nicht als Gruppenveranstaltung organisiert und daher bin ich mit den Leuten aus unserer besseren Haushälfte noch am planen, wie wir das hinbekommen, dass wir alle zur gleichen Zeit frei bekommen…Wird schon hinhauen irgendwie. Wenn hier in LL irgendwo eine Hausparty stattfindet, haben am nächsten Tag auch immer alle komischerweise frei ;)
Gestern Nacht hätte noch fast ein Mitarbeiter das gesamte Hotel abgefackelt! Wir haben in allen Gästezimmern und den Speisesäälen, Lounges etc. Feuerstellen die mit echtem Holz angefeuert werden. Nach dem säubern der Feuerstellen hat allerdings einer der Hausmänner die heiße Kohle in einem Metalleimer in einem Plastikbehälter, gefüllt mit Streichhölzern, Zeitungspapier und Anzündholz, abgestellt. Und als ob das noch nicht genug war, hat er die ganze Schose auch noch in den Holzraum gefahren, in dem Tonnen von knochentrockenem Holz aufbewahrt werden. Als wir morgens um 6 ins Hotel gekommen sind, hat das alles schön vor sich hingekokelt, sehr nett gerochen und der ganze Keller war gefüllt mit Rauch. Zum Glück ist aber nur das Plastik geschmolzen und der ganze Holzvorrat ist unversehrt geblieben. Ansonsten hätten wir mit 10 Leuten 200 schlafende Leute aus dem Hotel evakuieren können, das wäre sicherlich das Highlight der Woche gewesen!
Als letztes Kapitel des Romans vielleicht noch kurz eine Erklärung zum Bellman. Wir sind im Grunde diejenigen, die die Gäste begrüßen und verabschieden, uns um die Check-Ins/Check-Outs + Gepäck kümmern, die Autos parken, Room Services machen und nebenher quasi noch als Hausmeister fungieren und alles machen, was nicht speziell in irgendein Mitarbeiter-Aufgabenfeld fällt. Des Weiteren schließen wir alle Türen in der Nacht, öffnen alle Türen am Morgen und machen echt eine Menge verschiedener Dinge. Auch wenn der Job ziemlich häufig verdammt stressig ist, macht er wirklich viel Spaß und man hat viel Kontakt mit den Gästen, was auch zu 97% sehr nett und angenehm ist und bei den anderen 3% einfach ein bisschen wortkarger ausfällt ;) Nebenher muss ich nochmal ein Hoch auf den Erfinder der Fernbedienung zum Öffnen von Autos loswerden! Das macht die Suche auf einem Parkplatz mit 100 schneebedeckten Autos deutlich einfacher!!! Selbst wenn da insgesamt 10 Porsche Cayennes stehen ;)
Ansonsten bleibt nicht viel zu sagen, außer: AM 17TEN IST WEIHNACHTSFEIER!
Lasst es euch gutgehen! :)
